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01

Apr

2020

Newsletter April 2020

Innovative Unternehmen im Kampf gegen Corona im Bezirk

Aktuelle Beispiele aus dem Bezirk zeigen, dass der deutsche Mittelstand kreativ, flexibel und mit großem Unternehmergeist auf die Herausforderung der Corona-Epidemie reagieren kann.

 

Schutzanzüge

Die Firma Liquisign aus Betzdorf ist eigentlich im Bereich der Werbetechnik und der Textilveredelung angesiedelt. Die 40 Mitarbeiterinnen beschriften und bedrucken normalerweise Textilien von Mitarbeitern von Industriebetrieben und Touristikunternehmen. Als die Aufträge aufgrund der Coronakrise auszubleiben drohten, haben die Geschäftsführer Florian Baldus und Daniel Geldsetzer die Produktion auf die Herstellung von Schutzanzügen umgestellt. In Zusammenarbeit mit der Firma Mailinger Innnovative Fiber Solutions, welche Vlies- und Faserverbundstoffe herstellt, wurde Schutzkleidung „made in Germany“ in kürzester Zeit entwickelt und entworfen. Die „Liquiguard-Schutzbekleidung“ ist robust, wasserdicht, wasch-, desinfizier- und sterilisierbar und kann im Onlineshop der Firma bestellt werden. Die Nachfrage ist riesig. Nachdem die ersten Schutzanzüge von den Geschäftsführern gemeinsam mit Sandra Weeser an das THW übergeben wurden, werden nun regionale Arztpraxen, Pflegedienste, Altenheime und auch das erste Krankenhaus beliefert. Auch die Zertifizierung ist nun, nach drei Wochen der Ungewissheit, auf dem Weg. Sandra Weeser, die die Firma bei der Zertifizierung der Schutzbekleidung unterstützt hat, kommentiert: „Das Beispiel zeigt, wie mutig, schnell und innovativ mittelständische Unternehmen auf die Krise reagieren. Leider fehlen oft in der Politik pragmatische Lösungsansätze. Es ist schade, dass selbst in der Krise die Zertifizierung auf sich warten lässt.“

 

Hygienetrennwände

Bei der Firma Tw-Tec-Trennwandtechnik werden normalerweise Sanitärtrennwände und Kaltgangeinhausungen für Server hergestellt. Geschäftsführer Peter Becher und Bertram Lauer berichteten der Bundestagsabgeordneten Sandra Weeser von ihrem neuen Produkt: der Hygienetrennwand.  Zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern in Geschäften, Apotheken, Arztpraxen oder Verkaufswagen werden die Trennwände aus Polycarbongals oder Acrylglas je nach Kundenwunsch individuell auf Maß gefertigt. „Ich bin unglaublich stolz auf die Innovationskraft der Unternehmer vor Ort und stehe Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite!“ resümiert Sandra Weeser.

 

Umgang mit Corona durch die Bundestagsabgeordneten

Im Zuge der Corona-Pandemie haben nicht nur die Unternehmen im Bezirk und ganz Deutschland ihre Produktion umstellen müssen. Auch der parlamentarische Betrieb musste in kürzester Zeit an die neue Situation angepasst werden. Wie bei vielen anderen Arbeitnehmern hat sich damit auch der Arbeitsalltag der Bundestagsabgeordneten Sandra Weeser ins Homeoffice verlagert. Telefonate statt Unternehmensbesuche, digitale Arbeitskreis- und Ausschusssitzungen sowie Teamkonferenzen. Alles findet nun von zu Hause aus mit Kollegen aus ganz Deutschland statt. Die Sitzungswochen des Bundestages finden teilweise verkürzt statt. Die Beratungen in den Fraktionen werden als Videokonferenzen abgehalten, auch die Plenumsdebatten verfolgt ein Teil der Abgeordneten am Bildschirm, da auch im Plenarsaal die Abstandsregelungen gelten.

Darüber hinaus hat Sandra Weeser eine neue Art des Bürgerdialogs mit dem Format „Instagram Live“ etabliert und wird regelmäßig, mit wechselnden Gästen, zu kommunal-, landes- und bundespolitischen Themen Stellung beziehen und Diskussionen anregen. Bei dem eigenständigen Format von Instagram können Zuschauer die Abgeordnete nicht nur per Live-Video sehen, sondern auch über die Kommentarfunktion mit ihr direkt in Kontakt treten, Gesagtes kommentieren und Fragen stellen. Die Instagram Live Videos werden im Vorfeld über die sozialen Kanäle der Abgeordneten angekündigt, über welche auch gerne vorab Fragen eingereicht werden können. Weiterhin finden sich auf der Internetseite von Sandra Weeser stets aktuelle Informationen. Hier finden Sie Tipps für die Nutzung der Videotelefonie, Angebote zur Demokratiebildung für das Homeschooling von Kindern und Informationen über Hilfen für Familien und Unternehmen in der Corona-Krise. „Auch wenn nicht immer alles auf Anhieb klappt, wird die Zeit lehren, welche Formate sich auch nach der Corona-Krise etablieren und den Arbeitsalltag nachhaltig verändern werden.“, fasst Sandra Weeser zusammen und ergänzt: „Aufgabe der Politik muss es daher jetzt sein, gute Rahmenbedingungen für diesen Transformationsprozess, zum Beispiel im Bereich des Breitbandausbaus, der Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes und der Entbürokratisierung der Verordnung über Arbeitsstätten, zu schaffen.“

Haben Sie Themenwünsche zum Format „Instagram Live“? Gerne können Sie uns Ihre Ideen und Anregungen per E-Mail an sandra.weeser@bundestag.de oder über die sozialen Medien zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht und bleiben Sie gesund.