Appell für einen Verbleib der US-Truppen in Deutschland

In der Debatte um den geplanten Abzug von 9.500 US-Soldaten aus Rheinland-Pfalz hat unsere Bezirksvorsitzende Sandra Weeser, FDP-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Neuwied-Altenkirchen und Vorsitzende der Landesgruppe Südwest, sich mit einem Brief an die US Vertretung in Deutschland gewandt. 

„Ein Abzug der US-Truppen wäre ein herber Verlust für Deutschland, aber auch für die NATO – sicherheitspolitisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich“, schreibt Weeser. Weeser geht in ihrem Schreiben auf sicherheitspolitische Aspekte aber auch die Wichtigkeit der transatlantischen Partnerschaft gerade in der aktuell schwierigen weltpolitischen Lage ein. Sie unterstreicht die Rolle der Amerikaner in Rheinland-Pfalz und die gute gesellschaftliche Einbindung. „Die Präsenz schafft seit Jahrzehnten ein enges Band zwischen Amerikanern und Deutschen, das langfristig zur Freundschaft unserer beiden Nationen beiträgt“, erklärt Weeser. „Die US-Soldaten und ihre Familien sind ein integraler Bestandteil der Region, für Rheinland-Pfalz wäre ihr Abzug ein bitterer Schlag.“ 

Die stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Rheinland-Pfalz erinnert an die fortwährende Unterstützung der US-Truppenpräsenz durch die von SPD, FDP und Grünen gemeinsam geführte Landesregierung und nennt Rheinland-Pfalz einen „erprobten und sinnvollen Standort“. Aktuell wird diese Präsenz sogar mit dem Neubau eines Militärkrankenhauses in Weilerbach noch ausgeweitet. Von der „Funktionalität und der umfassend guten Einbettung in die Region“ des Luftwaffenstützpunktes Ramstein konnte sich Weeser bei einem Besuch im letzten Jahr selber ein Bild machen.

Die Berichterstatterin für Außenhandel und Rüstungsexporte im Wirtschaftsausschuss hofft, dass ihr Brief an die höchste Vertreterin der USA in Deutschland, Robin Quinville, dazu beiträgt, dass die vielfach negativen Konsequenzen eines Truppenabzugs auch im Weißen Haus wahrgenommen werden. In den vergangenen Jahren ist die Abgeordnete selber mehrfach zum politischen Austausch in die USA gefahren.