FDP-Bezirksverband Koblenz stellt sich neu auf

Alexander Buda folgt Herbert Mertin als Vorsitzender

Die FDP im Bezirk Koblenz hat sich beim Parteitag in Ransbach-Baumbach neu aufgestellt. Mit 40 zu 37 Stimmen bei 2 Enthaltungen wählten die Delegierten den 48-jährigen Unternehmer Alexander Buda aus Asbach zum neuen Vorsitzenden. Er war angetreten gegen den bisherigen langjährigen Bezirksvorsitzenden und frischgekürten Justizminister Herbert Mertin.

 

Zu seinen Stellvertretern wurden Professor Martin Kaschny und Susanne Rausch-Preisler gewählt. Schatzmeister wurde Bernd Altmann.

 

Buda, der auch Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Neuwied ist, hatte in seiner Vorstellungsrede seine Kandidatur begründet: „Ich kandidiere heute für den Bezirksvorsitz, weil jetzt der ideale Zeitpunkt gekommen ist, um den Bezirksverband neu aufzustellen, für die Zukunft fit zu machen und die Verantwortung von einigen wenigen auf viele Schultern zu verteilen." Mit neuem Schwung wolle er die Mitglieder durch Arbeitsgruppen und Projektgruppen stärker beteiligen, die Öffentlichkeitsarbeit verbessern, und die Präsenz in den sozialen Medien erhöhen." Die Bezirksverbände haben nur dann Zukunft, wenn wir sie komplett modernisieren und zu einer Plattform für Kommunikation und Vernetzung ausbauen," so der neu gewählte Vorsitzende.

 

Er verwies dabei auch darauf, dass sein Kreisverband Neuwied der stärkste FDP-Kreisverband in den sozialen Medien sei.

 

Buda, der sich vor der Bildung der neuen Landesregierung kritisch zur Beteiligung der FDP an der Ampel geäußert hatte stellte aber auch klar, dass diese Diskussion nach der Zustimmung eines FDP-Sonderparteitag für die Ampel für ihn abgeschlossen sei: „Ich stehe voll und ganz hinter diesem demokratischen Beschluss und werde alles tun, unsere Landtagsfraktion und die FDP-Vertreter in der Regierung zu unterstützen. Ich werde dafür eintreten, dass wir die Chancen nun auch mit aller Kraft nutzen werden."

 

Abschließend versprach er, sich im Falle seiner Wahl voll und ganz für diese Aufgabe einzusetzen, und keine Kandidatur für den Landtag oder für den Bundestag anzustreben.

 

Herbert Mertin hatte in seinem Rechenschaftsbericht noch einmal einen Rückblick auf die Zeit der außerparlamentarischen Opposition bis hin zum Wiedereinzug in den Landtag mit anschließender Regierungsbeteiligung gegeben. Er forderte eine Alternativstrecke zur Lärmentlastung der Gütertrasse im Mittelrhein, die mit der Eröffnung des Gotthardtunnels jetzt noch stärker belastet werde.

 

Eine Forderung, die auch der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing unterstützte. Er hatte zu Beginn des Parteitages ausführlich die gesamtpolitische Situation gewürdigt und den Eintritt der FDP in die Ampel-Regierung begründet.

Abschließend bedankte sich der neu gewählte Bezirksvorsitzende und würdigte die Arbeit seines Vorgängers, der „über viele Jahre den Bezirksverband repräsentiert und auch in schwierigen Zeiten am Leben erhalten" habe.