Kreisverband Ahrweiler:  Petition im Internet für eine neue Rheinquerung gestartet

An der Anlegestelle der Fähre von Remagen-Kripp nach Linz (von rechts nach links) Alexander Buda, Christina Steinhausen, Ralf Kössendrup, Julian Schmickler, Ulrich van Bebber, Jasmin Wexler und Brigitte Schmickler.
An der Anlegestelle der Fähre von Remagen-Kripp nach Linz (von rechts nach links) Alexander Buda, Christina Steinhausen, Ralf Kössendrup, Julian Schmickler, Ulrich van Bebber, Jasmin Wexler und Brigitte Schmickler.

Unterstützung für eine neue Rheinquerung zwischen Linz/Remagen wird größer

 

FDP im Kreis Neuwied und Ahrweiler begrüßen die Initiative

 

Die FDP-Kreisverbände Neuwied und Ahrweiler begrüßen die Online-Petition, die seit kurzem im Internet verfügbar ist und mit der der Bau einer neuen Rheinquerung am unteren Mittelrhein gefordert wird.

 

 

„Unter dem Motto ‚Wir bauen Brücken’haben wir bereits auf der Straße Unterschriften für diese Forderung gesammelt. Wir freuen uns daher sehr, dass diese Forderung als Petition auf den Weg gebracht wurde und damit für jeden leicht über das Internet zugänglich ist“, erklärt der Neuwieder FDP-Kreisvorsitzender Alexander Buda. „Für uns ist diese Brücke oder auch ein Tunnel ein wesentlicher Teil einer zukunftsweisenden Infrastruktur, die wir dringend für die Weiterentwicklung der Region benötigen. Sie ist aber auch Symbol für die Notwendigkeit weiterer Investitionen in Straßen- und Internet-Infrastruktur bei uns im Land,“ begründet der Ahrweiler FDP-Kreisvorsitzende Ulrich van Bebber. „Diese Forderung ist Teil des Programms, dass die FDP auf Landesebene nach der Landtagswahl umsetzen will,“ erläutert der FDP-Landtagskandidat Tobias Kador aus Linz.

Die Anwohner am Rhein in den Kreisen Neuwied und Ahrweiler haben es zurzeit sehr schwer den Rhein zu überqueren. Die zahlreichen Fähren zwischen Neuwied und Bonn fahren meist nur zwischen 6:00 und 24:00 Uhr. Die Wartezeit und die zusätzlichen Kosten gehen vielen Auto- und LKW-Fahrern auf die Nerven. Es fehlt eine Rheinquerung, die die beiden Kreise miteinander verbindet. Das eine solche Rheinquerung durchaus Sinn macht, untermauern die Liberalen schon seit mehreren Jahren, wie eine große Anfrage der rheinlandpfälzischen FDP Landtagsfraktion aus dem Jahre 2007 zeigt. Dort heißt es von Seiten der damaligen Landesregierung, dass täglich rund 1300 Arbeitnehmer die Rheinseiten wechseln und bis 2030 von einer Zunahme auszugehen ist. Im Bundesverkehrswegeplan wird bei Errichtung einer Rheinquerung sogar von 10.000 Fahrzeugen ausgegangen.

 

Für die Liberalen ist dies ein klares Argument dafür, dass eine Rheinquerung zu einer Entlastung des LKW und PKW-Verkehrs auf der B42 und der B9 führt. Denn anhand der automatischen Straßenverkehrszählungen 2014 auf der B42 in Bad Hönningen (7910 Autos pro Tag) und Fahr Feldkirchen (11300 Autos pro Tag) bzw. auf der B9 in Remagen (17586 Autos pro Tag) und Bad Breisig (20.104 Autos pro Tag) kann belegt werden, dass die geschätzten 10.000 Fahrzeuge die Rheinschiene hinauf bzw. hinunter nach Bonn und Neuwied fahren, um die Rheinseiten über die dortigen Brücken zu wechseln. Eine Rheinquerung nach dem Bundesverkehrswegeplan, welche die A3 und die A61 bei Linz und Remagen miteinander verbindet, sorgt somit dafür, dass die LKW- und PKW-Fahrer nicht mehr über die Brücken in Bonn und Neuwied fahren müssen.

 

Weiterhin sehen die Freien Demokraten in Neuwied und Ahrweiler durch eine Rheinquerung eine erhebliche Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen in der Region. Ausbildungsorte und Schulen wie die Fachhochschule Remagen wären besser zu erreichen. Zudem würde ein Zusammenwachsen in sozialer, kultureller und zwischenmenschlicher Hinsicht ermöglicht, die zum Beispiel dem Tourismus und der regionalen Gastronomie wieder zugutekommt. Ein wichtiger Aspekt stellt zudem die schnelle Notfallversorgung dar, die durch eine feste Rheinquerung in Form eines Tunnels oder einer Brücke besser gewährleistet wäre als mit einer Fähre. Längerfristig wird eine Rheinquerung zudem dem demografischen Wandel gerecht. Die beiden ländlich geprägten Landkreise werden in den nächsten Jahren überaltern. Feuerwehren fehlen vermehrt schon jetzt die Mitglieder und Verwaltungen werden aus Kostengründen zusammengelegt werden müssen. Um dem demografischen Wandel erfolgreich zu begegnen ist eine interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen Neuwied und Ahrweiler unentbehrlich. Eine feste Rheinquerung sorgt somit dafür, dass dem demografischen Wandel Rechnung getragen wird.


Die Petition und weitere Informationen sind im Internet zu finden unter: https://www.openpetition.de/petition/online/bruecken-bauen-fuer-eine-rheinquerung-im-unteren-mittelrhein

 

 

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