Kreisverband Ahrweiler: FDP erinnert an Gründer Bernhard Hostert

Erika Hostert (2. von rechts) freute sich über den Besuch der Freien Demokraten (von rechts) Ralf Kössendrup, Ulrich van Bebber, Rudi Josten, Christina Steinhausen, Stephan Kirchharz und David Jacobs.
Erika Hostert (2. von rechts) freute sich über den Besuch der Freien Demokraten (von rechts) Ralf Kössendrup, Ulrich van Bebber, Rudi Josten, Christina Steinhausen, Stephan Kirchharz und David Jacobs.

In diesem Jahr feierte der urige Luzia-Markt in Rech sein 25-jähriges Bestehen. Wie in jedem Jahr waren die Stände und Straßen in dem beschaulich-charmanten Rotweindorf von Menschengewimmel erfüllt.

 

Der Markt hat Tradition, er findet jedes Jahr am 2. Adventwochenende statt. 1990 hat der damalige Vorsitzende des Heimat & Verkehrsverein Weindorf Rech e.V. Bernhard Hostert, den Lucia-Markt in seiner jetzigen Form wieder ins Leben gerufen und zu dem gemacht, was er heute ist. Die Freien Demokraten aus dem Kreis Ahrweiler besuchten am Sonntag Erika Hostert, die Witwe des vor neun Jahren verstorbenen Gründers. Gemeinsam schwelgten sie im Forellenhof gemütlich beieinander sitzend in Erinnerungen und tauschten sich über Aktuelles aus. Der historisch interessierte und belesene Hostert, der auch Mitglied der FDP war, war es auch, der die schwedische Lichterkönigin Lucia nach Rech holte, die bei Einbruch der Dunkelheit mit ihrer Krone aus brennenden Kerzen, das Licht in die verwinkelten Gassen des malerischen Winzerdorfs bringt.

Der Lucia-Markt ist heute wohl einer der bekanntesten Weihnachtsmärkte im Ahrtal und der näheren Umgebung. Seine Einzigartigkeit erlangt er durch seine urige und gemütliche Atmosphäre, die kein zweiter Markt zu bieten hat. Rustikal hergerichtete Glühweinstände, an denen der Glühwein über dem offenen Feuer zubereitet wird, ein Hufschmied, der in einem der vielen geöffneten Höfe sein Handwerk präsentierte oder auch regionale Traditionsspeisen wie „Fitschbunnezupp“, eine Milchsuppe mit schräg angeschnittenen Bohnen, versetzen die Besucher in eine Zeit, in der Elektronik noch ein Fremdwort war.

 

Gaukler, Handwerker und Künstler boten ihre Waren zum Kauf an, und man konnte sich relativ sicher sein, dass es sich dabei höchst selten um Massenware handelte. Im Gegenteil es ist eher so, dass jedes einzelne Stück, welches mit Liebe und Sorgfalt gefertigt wurde, ein Unikat darstellt. Speisen und Getränke wurden ausschließlich von Recher Bürgerinnen und Bürger zum Verzehr angeboten, die mit ihren Köstlichkeiten aus Küche und Keller ihre Gastfreundlichkeit unter Beweis stellen, auch Jacqueline Eller, die Tochter von Bernhard und Erika Hostert, die im Forellenhof geräucherte Forellen auftischte.